Bezirksdelegiertenversammlung

Harmonische Atmosphäre auf der 65. Bezirksdelegiertentagung

Posten des Geschäftsführers blieb vakant

282 stimmberechtigte Vertreter  der 97 Vereine des Bezirksschützenverbandes Elbe-Weser-Mündung sowie zahlreiche Ehrengäste beherrschten am Sonntag das Bild der Bördehalle. Die 65. Bezirksdelegiertentagung verlief harmonisch, bisweilen sogar humorvoll. Dazu trug auch die Kapelle Popp mit schwungvolle Weisen bei. Der einzige Wermutstropfen: Der Posten des Geschäftsführers blieb vakant, nachdem der Hans-Jürgen Dittloff nach sechs Jahren sein Amt aus persönlichen Gründen zu Verfügung stellte.

Der besondere Gruß des Bezirkspräsidenten Thomas Brunken galt Samtgemeindebürgermeister Holger Meyer, Bürgermeister Manfred Knust, dem stellvertretenden Landrat Gunnar Wegner, dem stellvertretenden NWDSB-Präsidenten Heinz Rösler sowie den Kreisportbundvertretern Ernst Wilhelm Hoffmann (Cuxhaven) und Herbert Tietjen (Rotenburg). Er bedankte sich beim amtierenden Präsidenten des Schützenkreises Neuhaus-Lamstedt,  Johann Thomann,  für die Ausrichtung der Tagung.

„2014 war ein arbeits- und ereignisreiches Jahr für uns mit vielen Höhen, aber auch mit einigen Tiefen“ so Thomas Brunken. Im Bereich des Bezirks seien die Strukturen in Ordnung. Mit großem Zeiteinsatz sei dagegen die Ausganglage beim Nordwestdeutschen Schützenbund insbesondere mit Blick auf die Finanzierung des Landesleistungszentrums angepasst und verändert worden.

Sportlich gesehen sei die Durchführung der Deutschen Meisterschaften im Bogenbereich das Highlight des Jahres. Die Mitgliederentwicklung habe mit dem Austritt von zwei Vereinen einen leichten Dämpfer erhalten. „Ich bedaure das, denn nur in einer großen Gemeinschaft aller Schützenvereine können wir und auf Dauer derer erwehren, die uns am liebsten von der Bildflächen verschwunden sähen.“

Als weiteren Höhepunkt bezeichnete Thomas Brunken den Bezirkskönigsball mit rund 800 Teilnehmern, darunter 140 Majestäten. Er erinnerte weiter an den Empfang des Präsidenten in Oese-Poggemühlen, auf dem die Erfolge der Sportschützen auf Bundesebene und bei den Landesmeisterschaften gewürdigt wurden. Sein Dank galt allen ehrenamtlich engagierten Mitgliedern in den Vereinen. „Ihr habt durch eure Arbeit und euren Einsatz den wesentlichen Teil zur Pflege unserer Schützentradition beigetragen.“

Das Jahr 2015 stehe ganz im Zeichen der Vorbereitungen für die Ausrichtung des 64. NWDSB-Landesschützentages vom 8. bis 10 April 2016 in Cuxhaven. „Vor uns liegen vielfältige Aufgaben, die erledigt werden müssen. Der beste Weg diese Aufgaben zu bewältigen sind kreativer Mut und Dynamik sowie manchmal ein langer Atem.“ Davon hänge die Zukunft des Schützenwesens ab.  

Eine zufriedenstellende Bilanz zog Bezirkssportleiter Wilfried Busch:  Für die Deutschen Meisterschaften qualifizierten sich 78 Teilnehmer mit 104 Einzelstarts. Bei den Landesmeisterschaften kam der Bezirk mit 36 Titeln, 30 Silber- und 31 Bronzemedaillen im Medaillenspiegel auf den fünften Platz. In den Ligarunden belegte das Bogenteam des SSV Tarmstedt in der Regionalliga den zweiten Platz. In der LP-Verbandsliga reichte es für den SV Anderlingen zum vierten Platz. 87 Mannschaften kämpften in verschiedenen Disziplinen um den Bezirkspokal. 186 Würdenträger nahmen am Bezirkskönigsschießen teil.

Über die Erfolge der Sportschützinnen berichtete Damenleiterin Renate Viebrock: Monika Jentges von der SG Bremervörde wurde deutsche Meisterin mit dem Blankbogen in der Halle und Vizemeisterin auf dem Feld. Den zweiten Platz erreichte Elke Heins (SSV Tarmstedt) mit dem Bogen (Halle-Recurve). Beim NWDSB-Bezirksfreundschaftsschießen kam Elbe-Weser-Mündung auf den dritten Platz. 64 Schützinnen begrüßte sie auf dem Bezirksdamentreffen in Rockstedt. An diesem Nachmittag nahm der Schützenkreis Zeven den von der Firma Schießsport-Stelljes (Bremervörde) gestifteten Wanderpokal des Vergleichsschießens entgegen.

 „Hallo aufwachen“. Einen leidenschaftlichen Appell richtete Jugendsprecherin Melanie Wilshusen an die Präsidenten und weiteren Funktionsträger. „Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen in den Vereinen sinkt. Es ist heute nicht mehr so einfach, junge Menschen an den Verein zu binden.“ Der Schießsport sehe sich einer großen Konkurrenz gegenüber. Mit viel Ideenreichtum sollten neue Vereinsangebote entwickelt werden. Bemerkenswert war die sportliche Bilanz der Jugendsprecherin: Paulina Brandt (SV Anderlingen) holte auf Bundesebene Gold mit der mehrschüssigen Luftpistole. In der Mannschaftswertung landeten die Anderlinger auf dem zweiten Platz wie auch Jaqueline Schnoor (SV Fahrendorf) mit der Luftpistole. Obwohl beim Nord-West-Cup nicht alle Disziplinen besetzt werden konnten, holte der Bezirks Platz 2. Beim RWS-Shooty-Cup siegten die Schülerteams des SV Anderlingen mit der Luftpistole und des SV Rhadereistedt mit dem Luftgewehr.

Geschäftsführer Hans-Jürgen Dittloff erläuterte die Jahresrechnung 2014. Er bedauerte, dass die Mitgliederzahl um 677 auf 17 615 gesunken ist. Ihm wurde einstimmig Entlastung erteilt. Erfreut nahm die Versammlung zur Kenntnis, dass der Mitgliedsbeitrag in 2015 und 2016 mit 50 Cent pro Mitglied konstant bleibt.

Umfangreiche Wahlen standen auf der Tagesordnung. Die erste stellvertretende Bezirkspräsidentin Beate Meyer, Sportleiter Wilfried Busch, Schriftführer Hans-Hermann Ruhsam und Damenleiterin Renate Viebrock wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als neuer stellvertretender Schriftführer fungiert Gernoldt Frey, Das Amt der Jugendleiterin übernahm Melanie Wilshusen. Sie wird von Mario Drewes und Maximilian Beisch vertreten. Dem Ältestenrat gehören Klaus-Dieter Wagenlöhner, Friedhelm Jacobsen, Helmut Bleeck und Hartmut Müller sowie Klaus Beeken als stellvertretendes Mitglied an.